Lesetipps und Links

Überall auf der Welt wird den Bürgern die Brisanz des Themas Geldschöpfung bewusst. In mehr als zwanzig Ländern gibt es mittlerweile Initiativen und Vereine, sie sich dafür einsetzen, die Schaffung von Geld in öffentliche Hand zu überführen. Im „International Movement for Monetary Reform“ haben sie sich zusammengeschlossen. In Deutschland engagiert sich zum Beispiel die sogenannte „Monetative“ für dieses Ziel, in England ist es die Initiative „Positive Money“.

Zum Thema Geldsystem und Geldreform sind mittlerweile auch eine Fülle von Büchern erhältlich. Wer noch tiefer in das Thema einsteigen möchte, dem seien unter anderem die folgenden Werke empfohlen, die ich hier kurz vorstellen möchte.

Horst Seiffert ist einer der Ersten, der in seinem Buch „Geldschöpfung. Die verborgene Macht der Banken“ anschaulich erläutert, auf welche Art und Weise Banken sich einen großen Teil aller ihrer Käufe tatsächlich schenken lassen. Sein Buch führte 2015 zu einer parlamentarischen Anfrage an die Regierung im Deutschen Bundestag.

Handelsblatt-Autor Norbert Häring warnt in „Die Abschaffung des Bargelds und die Folgen: Der Weg in die totale Kontrolle“ eindringlich vor den immer lauter werdenden Plänen des Bankensektors, sich des Bargelds zu entledigen – was letztlich zu unser aller Schaden wäre.

Der Ökonom und Sozialwissenschaftler Joseph Huber erklärt das derzeitige Geldsystem prägnant und kompakt in seinem bereits in mehreren Auflagen erschienenen Werk „Monetäre Modernisierung“. Darüber hinaus präsentiert er dort einen eigenen Reformvorschlag, der auch international viel Anklang findet.

Der in Großbritannien lehrende deutsche Ökonom Richard Werner ist einer der weltweit führenden Vordenker der Geldreform. Sein Buch „Neue Wirtschaftspolitik“ darf als Standardwerk gelten und ist darüber hinaus eine spannende Lektüre.

Der ehemalige Bundesbankvorstand Rolf Gocht hat bereits in den 1970er Jahren einen Plan für eine nachhaltige Geldreform vorgelegt. Seine Gedanken sind weiterhin lesenswert: „Kritische Betrachtungen zur nationalen und internationalen Geldordnung“.

Dem amerikanischen Geldhistoriker Stephen Zarlenga kommt das Verdienst zu, einen der weltweit wohl besten und umfassendsten historischen Überblicke zur Geschichte des Geldsystems und der politischen Kämpfe um die Geldmacht vorgelegt zu haben. Sein Buch „Der Mythos vom Geld – die Geschichte der Macht“ ist antiquarisch zwar nur noch für hohe Summen erhältlich, mittlerweile aber auch als preisgünstiges Ebook zu erwerben.

Darüberhinaus sei auch das Buch „Geld – Die neuen Spielregeln“ des Attac-Aktivisten Christian Felber empfohlen. Hier wird ein detaillierter Plan für eine mögliche demokratische Geldreform vorgestellt.

Last but not least in dieser (unvollständigen) Auswahl: Ebenso spannend wie intuitiv gibt der Schweizer Journalist Christoph Pfluger in „Das nächste Geld“ einen Überblick von der Entstehung des Geldes bis zu den Fallstricken des heutigen Systems und den Potenzialen möglicher Alternativen – ein Debattenbeitrag, der zahlreiche Denkanstöße vermittelt.